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Methylisopropylketon (MIPK)

Methylisopropylketon (MIPK), auch bekannt als 3-Methyl-2-butanon, ist ein verzweigtes aliphatisches Keton aus der Gruppe der mittel-siedenden Lösungsmittel. Es handelt sich um eine klare, farblose und leicht entzündliche Flüssigkeit mit acetonähnlichem Geruch. Aufgrund seiner starken Lösekraft, der ausgewogenen Verdunstungsgeschwindigkeit und der guten Kompatibilität mit zahlreichen organischen Substanzen ist es ein wichtiger industrieller Rohstoff in Lacken, Farben, Druckfarben, Klebstoffen, Reinigungsmitteln sowie in der chemischen Synthese.

MIPK wird durch geeignete katalytische Oxidations- oder Kondensationsreaktionen aus C5-Kohlenwasserstoffen hergestellt. Im Vergleich zu Aceton oder Methylethylketon wird es zwar in geringeren Mengen produziert, ist jedoch in Spezialanwendungen wegen seiner spezifischen Eigenschaften besonders geschätzt.

In der Lack- und Druckfarbenindustrie wird MIPK als Lösemittel für Harze, Nitrozellulose und Acrylsysteme eingesetzt und ermöglicht eine kontrollierte Trocknung. In der pharmazeutischen Industrie dient es als Prozess- und Extraktionslösemittel bei der Herstellung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten, wobei strenge Grenzwerte für Restlösungsmittel einzuhalten sind. In der Agrochemie findet es Verwendung als Trägerlösungsmittel in Pflanzenschutzformulierungen und als Prozesslösemittel für Zwischenprodukte von Herbiziden und Pestiziden. Weitere Einsatzgebiete sind Klebstoffe, Kautschukverarbeitung und industrielle Reinigungsformulierungen.

Bei PENPET erhalten Sie Methylisopropylketon in gleichbleibend hoher Qualität für industrielle und spezielle Anwendungen. Das Produkt wird in 165-kg-Neufässern auf Paletten geliefert und ermöglicht eine sichere, effiziente Lagerung und Handhabung.

CAS-Nr.: 563-80-4
EG-(EINECS-)Nr.: 209-264-3
Summenformel: C₅H₁₀O

Synonyme: Isopropylmethylketon, 3-Methyl-2-butanon, 2-Acetylpropan, MIPK

Anwendungsbereiche: Lösungsmittel für Lacke, Farben, Druckfarben und Klebstoffe; Prozess- und Extraktionslösemittel in der pharmazeutischen Synthese; Träger- und Formulationslösemittel in Pflanzenschutzmitteln; Industrielle Reinigungsmittel und Entfetter; Hilfsmittel in der Kautschuk- und Harzverarbeitung

Methylisopropylketon (MIPK)

Spezifikationen

Weitere Informationen

MIPK ist ein Keton mit der Strukturformel CH₃–CO–CH(CH₃)₂. Die Carbonylgruppe verleiht der Verbindung ihre starke Polarität und Lösekraft, während die Isopropylgruppe die Flüchtigkeit beeinflusst. Dadurch verdunstet es langsamer als Aceton, jedoch schneller als höhere Ketone.

Methylisopropylketon ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit einem acetonähnlichen, mild süßlichen Geruch. Es besitzt eine Dichte von etwa 0,80 bis 0,81 g/cm³ bei 20 °C und einen Siedepunkt im Bereich von 92 bis 94 °C. Der Schmelzpunkt liegt bei ungefähr −92 °C, während der Dampfdruck bei 20 °C rund 8,6 kPa beträgt. Mit einem Flammpunkt von etwa 5 °C (geschlossener Tiegel) und einer Zündtemperatur von circa 475 °C gilt die Substanz als hochentzündlich. MIPK ist nur begrenzt in Wasser löslich, mit einer Löslichkeit von 6 bis 8 g/L bei 20 °C, lässt sich jedoch gut mit zahlreichen organischen Lösungsmitteln wie Alkoholen, Estern, Ethern und Kohlenwasserstoffen mischen.

Unter normalen Bedingungen ist MIPK stabil. Es ist jedoch hochentzündlich und bildet mit Luft explosionsfähige Dampf-Luft-Gemische. Kontakt mit starken Oxidationsmitteln sowie starken Säuren und Basen ist zu vermeiden. Bei thermischer Zersetzung oder Verbrennung entstehen giftige Gase, insbesondere Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.

MIPK ist als leicht entzündliche Flüssigkeit mit narkotisierenden Wirkungen eingestuft. Akute Exposition kann Reizungen der Augen, Schleimhäute und Atemwege verursachen sowie Symptome wie Schwindel, Benommenheit und Kopfschmerzen hervorrufen. Längerer oder wiederholter Hautkontakt wirkt entfettend und kann Irritationen verursachen. Orale Aufnahme führt zu Magen-Darm-Beschwerden und systemischen Effekten. Die Substanz gilt nicht als krebserzeugend, muss jedoch mit Vorsicht gehandhabt werden.

MIPK ist biologisch abbaubar und nicht persistent, kann jedoch in hohen Konzentrationen Wasserorganismen schädigen. Ein Eindringen in Gewässer oder Boden ist zu vermeiden. Bei Lagerung und Entsorgung sind die geltenden Umweltvorschriften einzuhalten.

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