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Ethyl Acrylat (EA)

Ethyl Acrylat (EA) ist eine organische Verbindung, die zu den Carbonsäureestern gehört und einen wichtigen Ausgangsstoff für Polymerisationsreaktionen darstellt. Der Stoff kann mittels verschiedener Syntheseprozesse gewonnen werden. Großtechnische Bedeutung hat dabei die direkte Veresterung von Ethanol und Acrylsäure. Daneben werden Verfahren der Herstellung aus Acrylnitril, Schwefelsäure und Ethanol sowie auf Grundlage von Acetylen, Ethanol und Kohlenstoffmonoxid genutzt. Zu den natürlichen Vorkommen geringer Mengen von Ethyl Acrylat zählen die Passionsfrucht und die Ananas.

Die Verbindung wird zusammen mit anderen Comonomeren wie Methacrylaten, Vinylacetat, Acrylnitril, Styrol, Vinylchlorid und Maleinsäureestern für die Produktion polymerer Werkstoffe verwendet. Auf diese Weise kommt Ethyl Acrylat in der Herstellung von Kunstharzen, Kunststoffen, Gummi, Klebstoffen, Lacken, Farben, Beschichtungen, pharmazeutischen Produkten, Kosmetikartikeln und Waschmitteln sowie in der Verarbeitung von Papier, Textilien und Leder zum Einsatz. Daneben dient der Stoff in der chemischen Industrie als Zwischenprodukt für die synthetische Herstellung zahlreicher organischer Verbindungen.

Bei PENPET erhalten Sie Ethyl Acrylat (EA) in höchster Qualität – von einem zuverlässigen Partner, der Ihren Ansprüchen auch langfristig gerecht wird. Für ein individuelles Angebot freuen wir uns auf Ihre Anfrage. Die zeitnahe Lieferung der flüssigen Verbindung kann in Verpackungen mit unterschiedlichen Gewichten erfolgen.

CAS-Nr. 140-88-5
EINECS-Nr. 205-438-8
Summenformel: C5H8O2

Synonyme: EA, Acrylsäureethylester, Ethylacrylat, Ethylpropenat, Propensäureethylester

Anwendungsbereiche: Ausgangsstoff für die Herstellung polymerer Verbindungen, Grundstoff zur Herstellung von Klebstoffen, Farben, Lacken, Beschichtungen, Kunststoffen, Gummi, Kunstharzen, Kosmetik, Reinigungsmitteln und pharmazeutischen Produkten, Zwischenprodukt für Synthesen der organischen Chemie

Spezifikationen

Weitere Informationen

Als Carbonsäureester ist Ethyl Acrylat (EA) aus zwei organischen Bestandteilen aufgebaut. Die Verbindung besteht aus dem Rest der Acrylsäure sowie einer Ethylgruppe. Die Hydroxy- und Carboxylgruppen der Ausgangsstoffe wurden dabei in eine gemeinsame Estergruppe umgewandelt. Neben dieser funktionellen Gruppe verfügt der Stoff mit der erhaltenen Doppelbindung zwischen den endständigen Kohlenstoffatomen der Acrylsäure über eine zweite reaktive Stelle. Ethyl Acrylat kann daher zahlreiche Reaktionen eingehen. Unter anderem neigt der Stoff zur spontanen Polymerisation und kann zusammen mit anderen Comonomeren zur Herstellung polymerer Werkstoffe eingesetzt werden.

Unter normalen Bedingungen liegt Ethyl Acrylat (EA) als farblose, leicht flüchtige Flüssigkeit vor, die bei einer Temperatur von 100 °C siedet und bei einer Abkühlung auf -75° ihren Schmelzpunkt erreicht. Die Verbindung weist einen scharfen, aber fruchtigen Eigengeruch auf. In Wasser ist Ethyl Acrylat nur schlecht löslich. In vielen organischen Lösungsmitteln wie Diethylether, Ethanol und Chloroform ist der Stoff dagegen gut löslich.

Ethyl Acrylat (EA) stellt eine chemisch sehr instabile Verbindung dar. Unter Einfluss von Wärme, Licht oder Peroxiden neigt der Stoff zu unkontrollierten Polymerisationen, welche geschlossene Behälter zum Bersten bringen können. Zur Vermeidung dieser spontanen Reaktion ist dem Stoff ein Stabilisator zugesetzt. Bei Kontakt mit starken Oxidationsmitteln kann es ebenfalls zu gefährlichen Reaktionen mit heftigem Verlauf kommen. Ethyl Acrylat sollte daher kühl, dunkel und luftdicht gelagert werden.

Ethyl Acrylat ist brennbar und leicht entzündlich. Die Dämpfe der leicht flüchtigen Verbindung können sich mit der Umgebungsluft zudem zu explosionsfähigen Luft-Dampf-Gemischen verbinden. Diese sammeln sich aufgrund ihrer Dichte am Boden und können sich unbemerkt in den Arbeitsräumen ausbreiten. Zur Vermeidung gefährlicher Fernzündungen ist daher beim Umgang mit offenen Gebinden des Stoffes auf einen ausreichenden Abstand zu potenziellen Zündquellen wie Funken, elektrischen Entladungen, heißen Oberflächen und Flammen zu achten. Bei der Verbrennung und der thermischen Zersetzung von Ethyl Acrylat werden beißende und gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt. Insbesondere können größer Mengen gefährlicher Gase wie Kohlenstoffdioxid und Kohlenstoffmonoxid entstehen.

Ethyl Acrylat (EA) ist ein reizender Gefahrstoff. Bei Kontakt der Flüssigkeit mit der Haut können Irritationen, Rötungen, Schwellungen und Verätzungen auftreten. Anhaltende Sensibilisierungen sind möglich. Benetzte Körperpartien sollten mit Wasser und Seife gespült sowie ärztlich untersucht werden. Am Auge kann die Verbindung Reizungen und Schwellungen der Bindehaut sowie vorübergehende Trübungen der Hornhaut auslösen. Das betroffene Auge ist unter fließendem Wasser auszuspülen und umgehend augenärztlich behandeln zu lassen.

Das Einatmen der Dämpfe oder Aerosole von Ethyl Acrylat löst schwere Irritationen der Atemwege aus. Dabei können auch Schwellungen und Lungenschäden auftreten. Nach einem Verschlucken der Verbindung sind schmerzhafte Reizungen der Schleimhäute sowie gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu erwarten. Bei einer Resorption von Ethyl Acrylat in den Stoffwechsel kann es zu Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Krämpfen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Störungen des zentralen Nervensystems sowie Funktionsstörungen an Leber und Niere kommen. Besteht Verdacht auf eine Vergiftung, ist sofort eine ärztliche Behandlung zu veranlassen. Bei langfristiger Exposition gegenüber dem Stoff besteht Krebsgefahr.

Ethyl Acrylat ist aufgrund seiner schädlichen Wirkung auf Wasserorganismen als deutlich wassergefährdend eingestuft worden. Die Verbindung darf nicht in Gewässer, in den Boden oder in das Abwasser gelangen. Bei einem Entweichen größerer Mengen des Stoffes sind die örtlichen Behörden zu informieren. Als Gefahrstoff ist Ethyl Acrylat besonderen Transportvorschriften unterstellt.

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